Kleine Aha-Erlebnisse im grossen Forschungszelt

Experimentieren, entdecken – und staunen: Spielerisch erleben und erforschen Kinder der 3.-6. Klasse im sogenannten «MINT mobil» verschiedene Phänomene der Natur und Technik. Die BKW unterstützt das Projekt des Kantons Bern und bringt mit dem «Exponat Sonne» ihre Expertise ein. Ein Augenschein vor Ort bei der Primarschule Selhofen in Kehrsatz.

«Woraus gewinnen wir erneuerbaren Strom?» Eine Viertklässlerin streckt die Hand auf: «Wind, Sonne, Kohle und Wasser.» Sie besucht mit ihrer Klasse das «MINT mobil», das während einer Woche bei der Primarschule Selhofen in Kehrsatz Halt macht. «Erneuerbare Energien stehen uns unendlich zur Verfügung – Kohle gehört jedoch nicht dazu», erklärt die Betreuerin im Zelt. «Wir haben eine Solaranlage auf dem Dach», wirft ein Junge ein. «Wir waren im Jura. Dort gibt es viele Windräder und Solarpanels – aber fast kein WLAN», weiss seine Klassenkameradin zu berichten.

Diskutiert wird aber nicht lange. Denn im «MINT mobil» geht es vor allem um eines: selber entdecken, erforschen und begreifen. Ziel ist es, die Schulkinder für MINT – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – zu begeistern und ihr Interesse an handwerklichen und technischen Berufen zu steigern.

Experimentieren, forschen und staunen

Besser als jedes Arbeitsblatt

Während sechs Jahren tourt das «MINT mobil» von Schule zu Schule im Kanton Bern. Mit im Gepäck sind elf Grossexperimente und Exponate zu naturwissenschaftlichen Phänomenen. Die BKW unterstützt das Projekt des Kantons Bern als Hauptsponsorin und steuert ihre Expertise in den Themen Energie, Innovation und Technologie bei.

«Die Kinder erleben das Angebot sehr positiv», sagt Emanuele Miraglia, Primarlehrer in Kehrsatz. Um den Schülerinnen und Schülern naturwissenschaftliche Themen näher zu bringen, seien ausserschulische Lernorte und Projekte sehr wichtig. «Gerade bei MINT-Themen geht es darum, in einen Forschungsprozess einzutauchen: Experimente durchführen, Hypothesen bilden und diese verifizieren oder falsifizieren.» Miraglia ist deshalb überzeugt: «Es macht wenig Sinn, nur mit Arbeitsblättern zu arbeiten und den Kindern das Wissen lediglich ‘einzutrichtern’.»

Neugierde wecken bei den Fachkräften von morgen

Im Zelt steht mit dem «Exponat Sonne» auch ein Posten der BKW. Als Energiemanagerinnen und -manager bestimmen die Kinder das Wetter, richten das Solarpanel ideal zum Sonnenstand aus, suchen den Solarstromspeicher und verkabeln alles, was Strom braucht.

Entwickelt haben das «Exponat Sonne» die Photovoltaik-Experten der ISP Electro Solutions AG, eine Firma aus dem Netzwerk der BKW Building Solutions. Das Unternehmen bildet jedes Jahr bis zu 30 Lernende aus – Elektroinstallateure, Elektroplanerinnen, Montage-Elektriker und Gebäudeinformatikerinnen.

Das Exponat Sonne

«Es ist wichtig, dass Schülerinnen und Schüler schon in jungen Jahren einen direkten Zugang zu MINT-Themen finden», sagt Marc Würsten, Berufsbildungsverantwortlicher bei der ISP Electro Solutions AG. «Sie erkennen so, wie spannend diese Themen sind und welche interessanten Möglichkeiten sich ergeben – auch in der Berufswahl. So gelingt es auch, sie später als Fachkräfte für MINT-Berufe zu gewinnen.»

Neben der Schule spielen auch die Eltern eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Kinder für MINT-Themen zu begeistern. «Viele MINT-Themen findet man auch im Alltag, zum Beispiel Elektrizität oder Energie», sagt Primarlehrer Emanuele Miraglia. «Die Eltern können ihren Kindern viel weitergeben, indem sie versuchen, ihnen Dinge zu erklären oder ihnen Möglichkeiten bieten, sich mehr Wissen anzueignen.»

Gesellschaft & Umwelt

Gesellschaft & Umwelt

Die BKW engagiert sich mit ihren Kompetenzen für mehr Nachhaltigkeit und unterstützt den Nationalen Klimatag, die Ausstellung «Smart Living» im Verkehrshaus Luzern und das «MINT Mobil».

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Kommentare (1)

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  • Wow, so eine coole Initiative! Ich wünsche mir, dass diese -und weitere Initiativen - einen nachhaltigen Effekt haben, um in in Zukunft mehr Frauen in den MINT Berufen zu haben.

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